Monatsarchiv für May 2005

Sicherheit geht vor II

Monday, den 30. May 2005

Uns durchaus unserer erzieherischen wie verantwortungsvollen Aufgabe bewußt, hier ein Vorschlag zur Verbesserung der allgemeinen Sicherheitslage auf dem nächsten Burschentag. Das Zeichen ist von jedem Teilnehmer deutlich sichtbar als Kragenspiegel oder wahlweise auch als Armbinde zu tragen.

Wahltaktik

Monday, den 30. May 2005

Jockel Fischer hat die SPD davor gewarnt, einen Bruch mit den Grünen in Kauf zu nehmen und eine große Koalition anzustreben, denn: in einer großen Koalition würde die SPD nicht mehr den Kanzler stellen. Der alte Fuchs hat natürlich Recht. Diese Privileg aufzugeben, müßte die SPD bei dem zu erwartenden Erdrutschsieg von Rot-Grün im Herbst […]

Sicherheit geht vor!

Friday, den 27. May 2005

Für die kommenden “Burschentage” wird über das Anbringen von Warnschildern an zentralen Plätzen Eisenachs nachgedacht:
“Vorsicht! Leichtentzündliche Anzugstoffe! Umgang mit Feuer und offenem Licht streng verboten!”. Es ist mit erheblichem politischen Gegendruck der Polyester-Industrie zu rechnen.

No Sports

Wednesday, den 25. May 2005

Ist es Legitimation genug, etwas als Sport zu bezeichnen, nur weil es in Sportkleidung und mit ins manische tendierender Selbstdeklaration der Betreibenden ausgeführt wird? Der durchschnittliche Semi-Rooki in Sportfragen verbleibt ratlos, der Skeptiker gegenüber allen hochgejubelten Modeerscheinungen inclusive trendy Trendsportarten erst recht.

Styleberatung für Arme

Monday, den 23. May 2005

Gerade in der Raucherecke:
Eine Kollegin: dicklich, graue Strickjacke (leicht zu lang, bis zu den Knien), verwaschene weinrote Zigeunerbluse ohne Kragen, Brille: Dame Edna, Frisur: ein junger Eddi van Halen, erregt sich über die Krawatte eines anderen Kollegen, die im Vergleich zu der des Chefs “ja gar nicht gehe”. Ein kurzer vergleichender Blick auf beide Krawatten […]

Berufsbilder 1

Wednesday, den 18. May 2005

Wer kontrolliert von früh bis spät,
mit scharfem Auge, wildem Blick
die Kosten: Plan, Ist, aufgebläht?
Wer erigiert mit irrem Kick,
nimmt er sein Excelsheet sich her,
denn kontrollieren ist sein Glück,
Man ahnts, es ist der Controllér.
Wer ist der Marshall in den Kombinaten,
wer kennt den Freund nicht, in den eignen Reihn,
wer maßregelt all diese Grobprimaten,
und kann Verschwendung nicht verzeihn?
Wer glaubt, […]

Treppe

Tuesday, den 17. May 2005

Gedicht aus der blauen Periode (der 1. ungarischen)
Ich stolpere die Treppe hoch.
Wer noch?

Echte Profis

Wednesday, den 11. May 2005

Während des gestrigen Besuchs von US-Präsident Bush in Georgien wurde versucht, einen Anschlag auf selbigen auszuüben, oder bessere gesagt: ein Anschlägchen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der georgische Secret Service eine Handgranate „unschädlich“ gemacht, die auf dem Platz der Präsidentenansprache gefunden wurde. Nicht nur, dass der abgebrühte und knallharte Terrorist vergessen hat, […]

Menschen im Zug 3

Wednesday, den 11. May 2005

Ganzkörperbluejeansgewandete Mittdreißiger, die ihren silbernen Hartschalenaktenkoffer in der Art tragen, daß Mittel-, Ring- und Kleiner Finger den Griff -der Schwerkraft entgegenwirkend- unten umfassen, während der leicht gewinkelte Daumen von oben auf den Griff gepresst in enger Zusammenarbeit mit dem Zeigefinger, welcher schnurgerade am Griff entlang ausgestreckt auf der Außenseite des Koffers ruht, jede Pendel- oder […]

Menschen im Zug 2

Tuesday, den 10. May 2005

Werden Bücher wie “10 Gebote für gelassene Frauen” eigentlich nur an ungeschminkte, dünnlippige Frauen mit graubräunlichen Cordhosen, wollschweren moosgrünen Strickjacken, einfarbig-beigen, akkurat drapierten Halstüchlein und säuberlich gewaschenen, aber jede Art von Frisur vermissen lassenden, glatt und fein herabhängenden Haaren abgegeben? Oder hat die Lektüre solcher Art von Lebenshilfeliteratur die Veränderung des Erscheinungsbildes in vorbeschriebener Weise […]

Menschen im Zug

Monday, den 9. May 2005

Täglich betrachte ich das Panoptikum des menschlichen Lebens mit immer größerem Erstaunen; der geneigte Leser mag zukünftig daran Anteil nehmen.
Heute im montagmorgendlich übervollen Pendlerzug: Ein Mittdreißiger, leichtes Übergewicht, in der Kombination der Sparsamen: dunkelgraue Anzugjacke, die gleichfarbig-zugehörige Hose längst verschlissen und durch ein andersgraues Substitut ersetzt; feinlockige Haare, elektrorasiererkurz geschnitten, kopfumfassend gleich […]

Rocker

Sunday, den 8. May 2005

Wenn man am Wochenende seine Eltern auf dem Lande besuchen fährt, weil auch der Bruder mitsamt Familie den langen Weg in die Zone in Kauf genommen hat, wenn man dort sein ehemaliges Zimmer nach Reliquien der eigenen Jugend durchstöbert, wenn man dabei eine Plastiktüte voller alter Musikkassetten findet und wenn man mit einer darin […]

Klare Regeln!

Wednesday, den 4. May 2005

Heute bei Galileo: ein Metzgermeister erläutert, warum in einem Schlachthof keine persönlichen Gegenstände mit in die Schlacht- und Verarbeitungsstraßen genommen werden dürfen. Und zwar mit folgender einleuchtender Erklärung: “Da können auch Keime mit reingeschleppt werden, was verboten ist. ”
Phuuu, na bloß gut!

Old School Politics

Wednesday, den 4. May 2005

Na wunderbar, endlich kommt wieder Spaß, Lebensfreude und Esprit in die Politik. Fast scheint es, die alten Politknochen hätten einen erquickenden Ausflug zum jungbrunnenartigen RudeBros.de gemacht um dort eine alte Tugend der Zunft wiederzuentdecken

Mein Härrrr!

Wednesday, den 4. May 2005

Den Weltnetzseitenbetreibern, Elektro-Post-Empfängern, T-Hemd-Trägern, insbesondere aber den zahlreichen schlaumeiernden Zitierern des unsäglichen, meist Friedrich K. Weibel zugeschriebenen, Sprachbelehrungsgedichtes (”Wer unbedacht ein Fremdwort wählt, und deutsches Wort für ihn nicht zählt…”) - ein Schnellpoem:
Wer ohne Scham die Sprache quält,
Intellekt zum Abfall zählt,
mit Verve und stur ins Buxhorn tutet,
(das Auge tränt, das Ohr, es blutet)
Der ist kein […]