***Aktion*** Bonk gezogen! ***Aktion***
21. June 2006 by WickedRiggaWer bisher glaubte, die Bayern hätten mit ihrem selbsterzeugten politischen Status Quo größtmöglichen Masochismus demonstriert, der wird bei einem Blick nach Sachsen eines besseren belehrt. Eine äußerst unappetitliche Nationalfraktion im Landtag, eine große Koalition, die ersterer außer kindlichem Trotz und ohnmächtiger Entrüstung nichts entgegenzusetzen weiß, ein unter Korruptionsverdacht stehender Bürgermeister in der Landeshauptstadt und nun noch das. Julia Bonk, Jahrgang 86, ist tatsächlich als Mitglied der Linksfraktion in den sächsischen Landtag eingezogen. Mutmaßliche Kernthemen: Hausaufgaben machen, Klingeltöne und Frisuren.
Doch halt, nicht vorschnell geurteilt. Während sich die Großkoalitionäre im Bund mit Sommerlochthemen wie Haushaltsentwurf, Gesundheitsreform und Kongoeinsatz über die Sitzungszeit quälen, beweisen Julia Bonk und ihre postkommunistischen Schlawiner einmal mehr knallharten Pragmatismus, hohen analytischen Sachverstand und Gespür für die wirklich brennenden Probleme des Landes. Auf dem RBB stellte Julia daher heute das aktuelle Projekt der Jungen Linken und der Linksfraktion im sächsischen Landtag vor, an dessen Konzeption sie seit ihrem Einzug im Herbst 2004 Tag und Nacht gearbeitet haben dürfte.
Man nimmt nämlich bei Linkens Anstoß am Meer der Deutschlandfahnen, welches im Zuge der WM-Euphorie, einer Springflut gleich, übers Land schwappt. Unerträgliche Deutschtümelei, ja latent nationalististische Attitüde wurde da sofort erkannt, der subdermal omnipräsente Nazi identifiziert und den Fahne-ans-Auto-Installierern die bürgerliche Larve von der Faschisten-Fratze gerissen. Deshalb gilt es nun
1. einen politischen Aufschrei folgen zu lassen
2. damit einfach mal für das Problem zu sensibilisieren
3. so richtig, also wirklich mal ordnungsgemäß einen Riegel vorzuschieben.
Zu diesem Zwecke wurde von Julia Bonk & Konsorten ein Projekt gestartet, welches jedem Einsender von drei Deutschlandfahnen (”jede eingesendete ist eine weniger auf der Straße”) ein T-Shirt mit der Aufschrift “Nazis raus aus den Köpfen” verspricht. Ein genialer Schachzug. Derartige politische Aktionen lassen tatsächlich den innigen Wunsch, die Fahne schnell einzuholen, ins schier schmerzhafte steigen. Wenn auch nur, um jeden Verdacht, der selben Staatsangehörigkeit wie Julia Bonk zu sein, vehementest auszuräumen.
Wäre dort ein Mindestmaß an Zurechnungsfähigkeit zu erwarten, wäre man geneigt, die Linken darauf hinweisen, daß die Werbewirtschaft nicht mangels besserer Ideen alles, noch so wenig mit Fußball verbundene, mit selbigem bewirbt, sondern aus gutem Grund und daß es eben wenig opportun erscheint, gegen eine derartig emotional entfesselte Euphorie mit peinlichen Aktionen aus dem politischen Schlumpfhausen opponieren und sich damit einen Namen machen zu wollen. Das ist die Verdammnis der, wohlgemerkt legitimen, Bedeutungslosigkeit.
Und um den Freunden der Linkspartei zu beweisen, daß wir noch viel schlimmere Kapitalisten als Faschisten sind und flugs errechnet haben, daß der Wert, in diesem Fall zumindest der materielle, eines T-Shirts die Kosten für 3 Fähnchen a € 0,95 aus dem Supermarkt bei weitem übersteigt, was auch für den ökomischen Sachverstand der Linksfraktion zu gelten scheint, haben auch wir uns eine Aktion ausgedacht:
Bonk gezogen: Julia sieht (schwarz-) rot (-gold)!
Kauft Deutschlandfahnen, malt Deutschlandfahnen, nehmt jedes Stück Stoff, das man mit einigem guten Willen als schwarz-rot-gold gestreift interpretieren könnte und sendet es an eine der folgenden Adressen:
MdL Julia Bonk
PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Bürgerbüro Julia Bonk
“WIR AG” Dresden
Martin-Luther-Strasse 21
01099 Dresden
Unter allen Einsendern, die mit einem Photo, welches sie mit dem T-Shirt in einer beliebigen Hausputz-Situation zeigt, belegen können, daß sie solch ein T-Shirt im Austausch für Deutschlandfahnen erhalten haben, verlosen wir einmal das Buch “Basiswissen Kostenrechnung”.
Außerdem werden die besten Einsendungen und das Gewinnerfoto auf dieser Seite mit namentlicher Erwähnung des Einsenders ausgestellt. Für alle anderen gibt es einen gratis feuchten Händedruck, abzuholen im Bürgerbüro unter o.a. Adresse und das gute Gewissen, etwas für die Entnazifizierung hierzulande getan zu haben.
Einsendungen bitte bis zum 31.09.2006 an folgende email-Adresse:
Also, auf, auf in den Supermarkt, rasch den Wagen gefüllt! Und erzählt all Euren Freunden davon.
Am 21. June 2006 um 19:45 Uhr
Update: Die Junge Linke unterstützt unsere Aktion und bietet wegen der zu erwartenden Flaggenflut weitere Einsendeadressen an. Zusätzlich zum T-Shirt gibt es eine DVD, was die Aktion für unsere junglinken Wirtschaftliberalen offensichtlich ökonomisch noch attraktiver macht:
\\\”Wir wollen, dass die Fahnen von der Straße kommen und bieten an:
für drei deutsche Flaggen gibt’s von der Jungen Linken.PDS Sachsen im Austausch ein T-Shirt mit der Aufschrift „Nazis raus aus den Köpfen“ und eine DVD geschenkt Die Tauschstellen sind ab sofort geöffnet.
Leipzig, linXXnet, Bornaische Straße 3d, 04177 Leipzig
Dresden, Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
Chemnitz, Rothaus, Lohstraße 2, 09111 Chemnitz
Zwickau, Politikkontor, Hauptstraße 56, 0856 Zwickau
Oder aber mit Adressangabe schicken an
Junge Linke.PDS Sachsen
Großenhainer Straße 101
01127 Dresden …\\\”
http://www.pds-jugend-sachsen.de/blog/pds-newsarchives/2006_06.html#000256
Am 21. June 2006 um 21:20 Uhr
Finde es interessant, dass ausgerechnet bei Frau Borns Seite die Farben Rot (Schrift), Weiß (hintergrund) sowie Scharz und Grau (Schrift) dominieren.
Diese Farben wurden früher von anderen Propagafans genutzt und scheinen bei der “Neuen Linken” wohl wieder in Mode zu kommen.
Also auf zu “neuen Ufern”: Weg mit Schwarz-Rot-Gold, her mit Schwarz-Weiß-Rot .. oder war es anders? ;-p
Euer Farbenlere(r)
Am 22. June 2006 um 09:51 Uhr
Datt is’ mich dochens’ ‘n Eintrach innet WehEmm-Tagebuch wert, Jongens!
‘Ne schöne’ Jross us Kölle am Ring,
Schomberg.
Am 22. June 2006 um 13:37 Uhr
Stoppt Bonk und rettet Deutschland!
Am 22. June 2006 um 18:26 Uhr
.. und dabei dachte ich immer, Katja Kipping, die “Mensch”-gewordene Gebetsmühle der PDS, die unentwegt ihre fein von Lafo auswendig gelernten Platitüden bei Maischberger, Christiansen und Illner repetiert, sei schon die schlimmste Plage, die der Herr über Sachsen geschickt hat. So kann man sich irren.
Am 22. June 2006 um 20:04 Uhr
in welchem Land leben wir eigentlich?
Am 23. June 2006 um 19:27 Uhr
Die bekloppte Julia Bonk hat doch voll die Obermeise, die muß doch nix im Hirn haben eeey.
Mir geht der Fußballwahn zwar auch bissel auf den Wecker, aber deswegen sind doch die Fußballfans und somit diejenigen die eine Fahne am Auto haben doch keine Nazis oder sowas.
Jedes andere Land feiert doch auch ihre Fußballhelden.
Unsere Generation und somit auch die Bonk hat doch mit dem was damals passiert ist gar nix mehr zu tun. Und deswegen soll dieses junge Huhn von Bonk besser erstmal darüber nachdenken bevor sie irgenwelchen Bekloppten Aktionen startet.
mag
Am 25. June 2006 um 18:30 Uhr
[…] Einige der Reaktionen auf die RudeBros.de-Aktion „Bonk gezogen – Julia sieht (schwarz-) rot (-gold)“ veranlassen mich doch zu einer kleinen Klarstellung. […]
Am 26. June 2006 um 19:24 Uhr
man kann einfach nur sagen linke spinner, bonk spinner. Nieder mit der SED äh Linkspartei.
Am 27. June 2006 um 12:42 Uhr
Selten habe ich soviel dummes Zeug in einem Artikel gelesen. Das ist selbst für “die Linke” schon ein neuer Rekord. Aber was kann man von verzogenen Gören der ehemaligen SED-Bonzen anderes erwarten? Verstand und Objektivität wohl kaum. Die SED/PDS will die BRD vernichten oder zumindest schädigen. Glaubt den Lügen der Mörder nicht! Kein Mandat für diese Feinde der Freiheit!
Sagt einer der gleich mit seiner Fahne und seinen neuen + alten Freunden aus Gahna und Brasilien schön Fussball gucken geht.
Am 28. June 2006 um 09:04 Uhr
mir ist heute morgen mein schwarz-rot-goldener waschlappen runtergefallen, das war auch schlimm!
Am 28. June 2006 um 17:13 Uhr
ich find eure kampagnenidee cool und freue mich schon, euch mit T-shirts
auszustatten.
Ich persönl. und die dresdner linke.jugend ist auch gegen die kampagne weil sie unsensibel und missverständlich ist.
Allerdings kann man auch nicht von der Hand weisen, dass der momentane
Wm-Deutshcland-Taumel als Ablenkung dient und das Nationalbewusstsein
politisch instrumentalisiert wird.
solid:
“Wenn die Menschen anfangen ihren Unmut gegen die
herrschenden Verhältnisse laut werden lassen, gibt es nur ein gutes
Gegenkonzept: die Nation. Hier sollen sich alle als Gemeinschaft fühlen,
obwohl sie fast nichts gemein haben. Im Gegenteil: Ausbeutung und Repression
innerhalb dieser vorgeblichen “Schicksalsgemeinschaft” fallen dann kaum noch
auf und können mit gutem Gewissen den sogenannten “Naturgewalten”
Globalisierung und Weltmarkt in die Schuhe geschoben werden.”
Desweiteren empfehle ich, die eigene Meinung nicht der Boulevardpresse zu entnehmen. Kann peinlich sein, wenn andere merken, dass man
den ihre Demagogie 1:1 übernimmt.
grüße
Am 28. June 2006 um 19:42 Uhr
…sagt einer, der seine Meinung in Form eines Vollzitates kundgibt. Im Übrigen finden wir unsere Kampagne ebenfalls \”cool\”, dies korrespondiert auch mit unserer persönlichen Außenwirkung.
Uncool dagegen sind z.B. Ranschmeißereien drittklassiger Partei-Jugendclubs.
Am 2. July 2006 um 18:25 Uhr
die Bonk spinnt ja! wenn man ne Deutschlandfahne an sein Auto macht, is man doch kein Nazi. Ich komm aus Dresden und werd demnächst mal zu der gehen und der drei winzige Partyfähnchen aus Papier in die Hand drücken (die die man bei Partys ins Essen steckt) und mal sehen ob ich so’n T-shirt krieg!!! Hehe!!!! DEUTSCHLAAAND!!!!!
Am 3. July 2006 um 08:37 Uhr
Deinen Vorsatz in allen Ehren, aber bezüglich Deines Namens würde ich persönlich an Deiner Stelle meine Eltern noch mal zur Rede stellen.
Am 4. July 2006 um 07:21 Uhr
Also mit Verlaub und bei allem (wenn tatsächlich erforderlichen ) Respekt, aber die Bonk spinnt doch total.
Was ist das ? Aufmerksamkeit um jeden Preis ?
Produkt unseres umwerfenden Bildungssystems?
Ein bisschen was von beidem glaub ich. Teilen der Argumentation von Frau Bonk zum Thema ist schon reichlich schwer zu folgen, was mit Sicherheit nicht daran liegt das es sich um ein logisches Konstrukt handelt.
Erstens ist das schwenken und aufhängen unserer Fahne aus welchem Grund auch immer doch wahrlich keine Deutschtümelei oder gar ein Instrument zur Ausgliederung von anderen. Gott sei Dank sehen es die Mehrzahl der Mitglieder aus Ihrer eigenen Partei ebenso und bekommen mittlerweile heftige Kopfschmerzen , verursacht durch heftiges Kopschütteln über die äusserst fragwürdigen Aktionen dieser Person, oder beim nachdenken darüber wie grenzenlos Dummheit sein kann.
(schöner Leben mit Julia Bonk- da is mir doch schöner Leben mit Tine Wittler lieber)
Frau Bonk
( ja sie mit den roten Haaren, hier schauen sie doch mal rüber, hallooooo) wissen Sie im Moment gibts ja wahrlich nicht allzuviel Gründe stolz auf uns zu sein und sie selbst sorgen dafür das das nicht unbedingt besser wird, sehen sie´s doch einfach wie es ist wir sind stolz auf unsere Klinsmänner und Gott sei Dank auch wieder stolz auf unser Land.
Wenns Ihnen besser gefällt können Sie sich ja Hammer und Sichel draufnähen und das ist nicht mal sarkastisch gemeint ich bin 14 Jahre länger als Sie in der DDR gewesen und versichere Ihnen wenn die Fahne am 1. Mai nich draussen hing hätte sich der eine oder andere Nachbar gefunden um sie zu denunzieren, also da ist mir das freiwillige schwenken unserer Fahne aus echt empfundenen Stolz doch viel lieber.
Ach und noch ein Tip, weiten Sie Ihre Aktion doch aus:
nur was bekomme ich für drei schwedische Fahnen, drei italienische Fahnen, drei französische Fahnen……. usw.
Denn (pfui wie furchtbar) Fahnen werden im Moment allerorten geschwenkt und seien Sie versichert die sind nicht nur SCHWARZ-ROT-GOLD und das ist auch gut so
Am 4. July 2006 um 07:31 Uhr
Net lang schnacken, Fahn`einpacken
Am 4. July 2006 um 09:12 Uhr
[…] Wie der Focus berichtet, beginnt die Aktion langsam Früchte zu tragen. Bereits 107 Fahnen seien bei Frau Bonk eingegangen. Aber das kann natürlich noch längst nicht alles sein. Freunde, schickt weiter Fahnen. Schon Erich Kästner sagte: Es gibt nichts gutes, außer man tut es! […]
Am 4. July 2006 um 10:52 Uhr
Na, dann soll die Frau Bonk und ihre GenossInnen doch in ein Land auswandern, in dem es weniger “latenten Nationalismus” gibt!! Nur, da wird sie sich wohl schwertun, eins zu finden… Außerdem: Wer will solche Berufsnörgler schon aufnehmen?!
Am 5. July 2006 um 12:38 Uhr
[…] Also, JETZT FAHNEN EINSENDEN! […]